Sei liebevoll mit dir...

... und plane jeden Tag Zeit nur für dich ein...

 

 

 

 

BEZIEHUNG: DER BRUCH UND DIE REPARATUR – Jeff Foster

 

Zuerst gibt es den Bruch.

Und dann gibt es die Reparatur.

Alter Schmerz taucht wieder auf und bricht aus den Tiefen unseres Unterbewusstseins hervor.

Der Status quo - unser altes Gefühl der Sicherheit, des Bodens und der Heimat - zerspringt in Milliarden Stücke.

Wir fühlen uns orientierungslos, bodenlos, zerstreut und wissen nicht, wohin wir uns wenden sollen.

Eine alte Welt ist zusammengebrochen, eine neue Welt hat sich noch nicht gebildet.

 

Haben wir uns verloren, meine Liebe?

 

Wir begegnen dem seltsamen Raum des Jetzt, der reinen, rohen Gegenwart, die uns hier geboren hat, ungeschützt durch alte Träume, nichts zum Festhalten, nichts zum Greifen.

Selbst unsere überholten Vorstellungen von Gott zerfallen zu Staub.

Und dann, und dann - erinnern wir uns daran zu atmen, und wir spüren unsere Füße auf dem Boden, und wir beobachten den sich drehenden Verstand, anstatt uns in ihm zu verlieren.

Unsere Welt ist außer Kontrolle, aber vielleicht sind wir es nicht.

Wir fühlen, was wir fühlen. Ängstlich. Wütend. Betäubt. Traurig. Einsam. Unsicher. Sicher. Was auch immer. Wir verpflichten uns, es heute voll und ganz zu fühlen und uns dieses Mal nicht davon zu distanzieren.

Ein Gefühl ist nur ein Gefühl, keine Tatsache, und die Gegenwart kann es aushalten, und wir sind stärker, als wir wissen.

Wir jammern, weinen, schreien, aber wir reparieren.

 

Wir sind zerbrochen, um zu heilen, zerrissen, um zu flicken, zerschmettert, um ganz zu sein. Alte Energien sind jetzt aufgetaucht, um mit Liebe, Akzeptanz, Zärtlichkeit, Vergebung und Verständnis gesegnet zu werden.

Wir können nicht zu dem zurückkehren, wie es einmal war. Wir müssen die alte Sicherheit sterben lassen.

 

(Sie war ohnehin keine Sicherheit für uns.)

 

Wir können nicht ungesehen machen, was wir gesehen haben. Aber wir können heute füreinander da sein. Und wir können jetzt jeden Schritt bewusst tun, nicht automatisch, gewohnheitsmäßig, sondern achtsam, langsam, mit Sorgfalt, mit barmherzigem Zuhören und mit Zärtlichkeit und mit sich öffnenden Herzen.

Wir können diesen Bruch mit Bewusstsein durchspülen. Wir können in dieser Zeit der Verwundbarkeit in unserer Nähe bleiben.

Wir können nicht zurückgehen. Aber wir können in die Gegenwart gehen. Wir können näher zu uns selbst gehen.

Lasst uns diesen weglosen Weg jetzt gehen, gemeinsam und allein, mit Mut und neuer Überzeugung. Denn dieser Bruch ist nur ein Wegweiser, eine Glocke der Achtsamkeit, und unser Weg der Reparatur ist intelligenter, als wir es jetzt erahnen können.

 

Wir werden es schaffen.

 

Es steht in den Sternen geschrieben:

 

Zuerst gibt es den Bruch.

Und dann kommt die Reparatur.