Sei lieb zu dir...

... und plane jeden Tag Zeit nur für dich ein...

 

 

 

 

Schmerz, Leid, Persönlichkeit, Ego - Essenz, Natur, göttliches Wesen, wahre Liebe

 

 

...Es ist egal woher der Schmerz kommt, wir müssen es nicht wissen, wir müssen keine Ursachen suchen. Es gibt eh immer einen Grund. Meist ist der Schmerz sehr früh in unserer Vergangenheit entstanden. Wenn wir den Schmerz versuchen zu analysieren und uns ihm gegenüber verschliessen, bringt es uns weg vom jetzigen Moment. Wir trennen uns von unserem göttlichen Wesen.

 

Als kleines Kind haben wir erfahren, was Essenz ist. Ein Baby ist ein reales persönliches Wesen und nur reines Sein. Das Baby ist Essenz. Da gibt es weder Persönlichkeit noch Verstand und Ego. Durch Verlassen- oder Nichtgesehen- werden, Erziehung und Interaktionen des Umfeldes, sowie Konditionierungen durch aufgesetzte Führung oder gar keiner vorhandenen Führung, wurde dieses essenzielle „Seins-Wissen“ eingeengt. Auch wenn es keine schlimme oder bösartige Handlungen waren, empfand ein Baby dies als sehr schmerzhaft und existentiell. Es hat die Verbindung zur Qualität von Essenz und die Wahrnehmungsfähigkeit dafür verloren. Dieser Verlust hinterliess ein Gefühl von Mangel.

 

Es entstanden Ängste, Glaubensmuster, unangenehme Wahrnehmungen, Gedanken und Gefühle, Konzepte, wie es sein sollte, wie man sich zu benehmen hätte und was erlaubt ist. Das Kleinkind beginnt eine Persönlichkeit zu entwickeln, indem es sich die verlorenen, essenziellen Qualitäten durch korrektes Benehmen, richtig und falsch Denken, Anpassen, und anstrengendes Sich-Mühe-Geben oder auch durch Leiden oder Bescheidenheit, wieder anzueignen versucht. All dies, um geliebt und gesehen zu werden. Dies wird als eine Realität aus der Kindheit eingefroren und diese Haltung beeinflusst unser erwachsenes Alltagsdasein und wir glauben, dass wir unsere Persönlichkeit sind. Sie sind zu Aspekten unserer Wahrheit geworden und wir identifizieren uns mit ihnen. Allerdings sind es verdrehte Fixierungen. 

 

Früh angelegte Momente in unserem Leben, haben dazu geführt, dass es sinnvoller war, den Schmerz nicht mehr zu fühlen. Dies, um nicht nochmals verletzt zu werden und um die quälende Traurigkeit, dass wir als essenzielles Wesen nicht gesehen wurden, nicht mehr spüren zu müssen. Damals, als kleines Kind, waren wir in einer sehr offenen, zarten und hilflosen Position. Und wir hätten die tiefe Verletzung nicht verstoffwechseln können. 

 

Es sind wichtige Überlebensstrategien, um uns vor dem gefühlten Schmerz des Verlusts, des Verlorenseins und des Mangels zu schützen. Das Ego versucht unser Sein zu kopieren und gaukelt uns etwas vor. Es erlaubt uns somit, auf dieser Welt zu funktionieren, uns anzupassen um in Beziehung mit anderen zu treten. Es unterstützt ein Gefühl von Identität. Dieser Verteidigungsmechanismus spielt zusammen, mit den verinnerlichten Botschaften unserer Erzieher, sprich dem Superego, das sich um die Kinder, sprich das Ego, kümmert. So wird das ganze Dilemma aufrechterhalten.

 

Ist das Superego am Sein ausgerichtet, wird es zur inneren Führung, und wir können zwischen den beiden Polaritäten unterscheiden. Was heisst, wir können das Ego und Superego als Freund, Wegweiser und Vermittler sehen und sie fühlen, ohne sie an eine Situation oder Person anzuheften. Egoaktivität ist eine unmittelbar gefühlte (nicht gedachte) Körperreaktion.

 

Heute begegnen wir Situationen im Leben, die diese ursprüngliche Traumatisierung berühren. Mit liebevollem Erforschergeist, Wille, Bewusstsein, Ehrlichkeit sich selber gegenüber, Neugierde und Mut, können wir aus einer inneren Kraft anfangen uns aus unserer Komfortzone hinauszubewegen. Unsere göttliche Führung führt uns an eine Schwelle, wo wir den Schmerz, den Mangel, den Verlust des Kontaktes mit unserer Natur, ganz klar und deutlich erleben. Es fühlt sich an wie ein Loch in unserem Sein, als etwas, was nicht in Ordnung ist.

 

Doch geht es heute darum, diesen Mangel weiter in seiner Tiefe zu erforschen, durch ihn hindurch zu schauen. Wir erfühlen die Angst und den Widerstand, die damit verbunden sind, stimmen uns auf eine sanfte Art mit ihnen ein und bezeugen sie einfach nur. Wir begegnen diesen Teilen mit liebender Güte und würdigen, was damals war. Dadurch kann sich ein Raum öffnen, durch welchen sich, ohne dass wir versuchen etwas zu reparieren, unsere wahre Essenz zeigen kann. Und wir beobachten, wie können wir jetzt damit sein.

 

So wie die Schwierigkeiten aus unserem Inneren entstanden sind, können wir spüren, dass auch die Erfüllung, nach der wir uns sehnen, von innen herkommt...